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Wir stellen uns vor

Stadt Bad Fallingbostel

Bad Fallingbostel, die Kreisstadt des Landkreises Heidekreis, führt seit 2002 offiziell den Namenszusatz „Bad“. Die Stadt ist eine Einheitsgemeinde mit der Kernstadt Bad Fallingbostel und den Ortschaften Dorfmark, Jettebruch, Mengebostel, Riepe und Vierde, die vor der Gebietsreform im Jahr 1974 selbstständig waren.


Geschichte der Stadt

Fallingbostel und die Ortschaften sind weit über tausend Jahre alt, auch wenn urkundliche Erwähnungen erst später erfolgten. Die Kernstadt Fallingbostel beging im Jahr 1993 ihr 1000-jähriges Jubiläum. Ursprünglich waren diese Orte rein landwirtschaftliche Ansiedlungen, denn die Landwirtschaft war viele Jahrhunderte lang die Lebensgrundlage der Einwohner des altsächsischen Loingaus. Im Jahr 993 wurde Fallingbostel erstmals schriftlich erwähnt. Damals ließ Kaiser Otto III. die Grenzen zwischen den Bistümern Hildesheim und Minden festlegen. In dieser Urkunde wird Fallingbostel als "Vastulingeburstalle" bezeichnet. Dieser Name bedeutet "Wohnplatz des Vastulo oder der Vastulinger". Dorfmark wurde erstmals in Urkunden erwähnt, die aus der Zeit um 968 stammen. In einer Urkunde aus dem Jahr 1006 wird dieser Ort "Thormarca" genannt. Dieser Name setzt sich zusammen aus "thor" = zur und "marca" = Grenze, Waldgenossenschaft, Markgenossenschaft.

Auch die anderen Ortschaften sind alte Siedlungsplätze des altsächsischen Loingaus.


Die Stadt - ein alter Verwaltungssitz

Fallingbostel ist seit 700 Jahren Verwaltungssitz. Um 1300 richtete die Großvogtei Celle zwölf Vogteien ein. Eine davon war die Vogtei Fallingbostel, die bis ins 19. Jahrhundert - zuletzt als Amt Fallingbostel - fortbestand. Erst am 1. April 1885 fand ein Übergang zur Verwaltungsgliederung Preußens statt, das 1866 das Königreich Hannover annektiert hatte. In der nunmehrigen Provinz Hannover wurden nach preußischem Vorbild Landkreise gebildet, darunter der Landkreis Fallingbostel. Auch als im Jahr 1977 die Landkreise Fallingbostel und Soltau zusammengelegt wurden, blieb Fallingbostel Sitz des neuen Landkreises Soltau-Fallingbostel.


Die Stadt und die Sparkasse

Fallingbostel war nicht nur seit Jahrhunderten Verwaltungssitz mit zentraler Bedeutung, sondern auch Ort wirtschaftlicher Entwicklung. Bereits 1838 wurde von dem Assessor der Vogtei Fallingbostel, dem späteren Oberamtmann Heinrich Guichard von Quintus-Icilius, die Fallingbosteler Sparkasse gegründet. Sie war eine der ersten ländlichen Sparkassen im Königreich Hannover.


Die Stadtrechte

Dem Ort Fallingbostel wurden am 1. April 1949 die Stadtrechte verliehen. Auch Dorfmark soll von 1378 bis 1388 Stadtrechte gehabt haben.


Die Lage des Stadtgebietes

Bad Fallingbostel liegt etwa in der Mitte des Landkreises Soltau-Fallingbostel. Sie gehört zum südlichen Teil der Lüneburger Heide am Rande der "Hohen Heidmark". Ausgedehnte Wälder, Äcker und Wiesen prägen das Landschaftsbild, das seinen besonderen Reiz durch den Heidefluss, die Böhme, erhält. Die flachhügelige Landschaft und die vielfältigen Einrichtungen geben Bad Fallingbostel einen hohen Freizeitwert.


Einwohner und Größe der Stadt

Offizielle Einwohnerzahl lt. Landesamt für Statistik Niedersachsen: 11.923 (Stand: 30.09.2019)

Daneben führt die Stadt Bad Fallingbostel eine eigene Zählung durch:
 

Bad Fallingbostel (30.09.2019)

8.886 Einwohner

Dorfmark (30.09.2019)

3.149 Einwohner

Jettebruch (30.09.2019)

116 Einwohner

Mengebostel (30.09.2019)

219 Einwohner

Riepe (30.09.2019)

79 Einwohner

Vierde (30.09.2019)

208 Einwohner

insgesamt

12.657 Einwohner



 

Bad Fallingbostel

14,33 Quadratkilometer

23%

Dorfmark

15,48 Quadratkilometer

24%

Jettebruch

8,64 Quadratkilometer

14%

Mengebostel

6,43 Quadratkilometer

10%

Riepe

10,56 Quadratkilometer

17%

Vierde

7,71 Quadratkilometer

12%

gesamt

63,15 Quadratkilometer

100%



Einrichtungen der Stadt

Bad Fallingbostel verfügt heute über alle wesentlichen Einrichtungen einer anspruchsgerechten Daseinsvorsorge; so befinden sich u. a. im Stadtgebiet ein Hallenbad, Freibäder, Sportplätze, Turnhallen, Tennisplätze, eine Reithalle sowie ein Golf-Platz in der zwei Kilometer entfernten Nachbarschaft.
In Bad Fallingbostel sind allgemeinbildende Schulen bis zur Oberschule vorhanden; Gymnasium und berufsbildende Schulen befinden sich in der sieben Kilometer entfernt gelegenen Nachbarstadt Walsrode.


Sehenswürdigkeiten

Neben den vielen Einrichtungen mit hohem Freizeitwert gibt es in der Stadt Bad Fallingbostel auch besondere Sehenswürdigkeiten. Sie finden eine ausführliche Beschreibung im Bereich Tourismus.

Den Namenszusatz „Bad“ darf Fallingbostel seit 2002 offiziell führen. War früher das Angebot der Kneipp-Sanatorien herausragend, so haben sich die Strukturen mittlerweile gewandelt. Mit der Klinik Fallingbostel verfügt die Kreisstadt über eine hochmoderne Einrichtung, die u. a. mit der Medizinischen Hochschule Hannover bei der Vorbereitung auf Transplantationen und der anschließenden Rehabilitation eng zusammenarbeiten. Kardiologie und Pneumologie sind ihre Fachbereiche. Auch der Bereich Internationale Rehabilitation genießt große Reputation.

Die weitaus meisten Übernachtungen werden im Bereich „Freizeittourismus“ verzeichnet. Deshalb hat der Rat Anfang 2015 beschlossen, dass die positive, wirtschaftlich bedeutsame Entwicklung Bad Fallingbostels und seiner Ortschaften als freizeittouristischer Zielort weiter gefördert werden soll. Gesundheitstouristische, aber auch kulturelle und sportliche Angebote sollen dabei vom Marketingkonzept aufgegriffen werden. Auf weitere Aufwendungen zur Beibehaltung der rein kurmedizinischen Prädikate Kneipp-Heilbad und Luftkurort, die 1975 bzw. 1976 verliehen worden waren, soll dagegen verzichtet werden.