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Konzept "Neue Mitte"

Fragen zum Konzept der „Neuen Mitte“

 

Was ist die „Neue Mitte“ eigentlich?

 

Entwurfsskizze der HBB zum Gesamtkomplex der "Neuen Mitte"
Entwurfsskizze der HBB zum Gesamtkomplex der "Neuen Mitte"

Die „Neue Mitte“ bezeichnet den Bereich von Sebastian-Kneipp-Platz, Kurhaus,  Parkplatzrondell, Bürgerhof und Leiditz-Immobilie. Er soll laut Ratsbeschluss gemeinsam mit der Hanseatischen Betreuungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH (HBB) zu einer neuen, attraktiven Mitte der Bad Fallingbosteler Innenstadt entwickelt werden. Die Gesamtlösung sieht vor, hier

  • einen Vollsortimenter anzusiedeln,
  • neue Räumlichkeiten für Stadtbücherei und Tourist-Information zu schaffen,
  • einen Ersatz für den Musikpavillon zu schaffen,
  • nach Bedarf einen Veranstaltungsraum zu bauen,
  • möglichst ein Gesundheitszentrum zu verwirklichen,
  • die dafür erforderlichen Parkplätze bereit zu stellen
  • und das Leiditz-Gebäude zu erhalten.

Bei so viel Innovation ist es gerechtfertigt, von einer „Neuen Mitte“ zu sprechen. Von ihrer Anziehungskraft werden auch die schon bestehenden Geschäfte profitieren und Neueröffnungen angeregt werden.

 

Was passiert mit dem Musikpavillon?

Statt des in die Jahre gekommenen Musikpavillons wird es eine zeitgemäße Bühne geben. Sie könnte im Bürgerhof oder im Kurpark stehen.

 

Wo soll die Tourist-Information untergebracht werden?

Lange schon wird überlegt, die Tourist-Information an einen besseren Standort zu verlegen. Jetzt ist sie „versteckt“ und wird von den Gästen nicht sofort gefunden. Ein Standort, der vom Pkw aus beim Fahren durch den Ort gleich gesehen wird, bietet sich im Leiditz-Haus an.

 

Gibt es neue Räume für die Bücherei?

Natürlich wird es für einen so herausragenden Kulturmittelpunkt wie die Stadtbücherei einen neuen Standort geben. Die Stadtbücherei könnte im Leiditz-Haus untergebracht werden.

 

Was wird aus dem Leiditz-Haus?

Eine Entwurfsstudie der Hanseatischen Betreuungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH (HBB) zeigt, wie das Leiditz-Haus in der „Neuen Mitte“ eine Zukunft haben könnte. Nach einem Umbau könnten Stadtbücherei und Tourist-Information hier ihren neuen Standort finden. Die Fassade, also das Gesicht dieses ortsbildprägenden Gebäudes, würde, wie es sich viele Bad Fallingbosteler wünschen, erhalten bleiben.

 

Leiditz-Haus mit Stadtbücherei und Touristinfo - Entwurfsstudie von HBB
Leiditz-Haus mit Stadtbücherei und Touristinfo - Entwurfsstudie von HBB

 

Was soll aus der Physiotherapie im Kurhaus werden?

Zur Scharnhorststraße hin sieht die Projektskizze für die „Neue Mitte“ ein zweigeschossiges Gesundheitszentrum vor. Arztpraxen würden hier für Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und lizenzierte Fitnesstrainer ein ideales Umfeld für ihre Angebote sein. Wer sich hier einbringen möchte, um seine Patienten in zeitgemäßen Räumen zu therapieren, wird beim Investor offene Türen finden.

 

Wird auch ein Gesundheitszentrum gebaut?

Eine Untersuchung hat vor zwei Jahren gezeigt, wie wichtig ein Gesundheitszentrum für die Aufrechterhaltung der medizinischen Versorgung in Bad Fallingbostel ist. Die Projektskizze für die „Neue Mitte“ sieht ein Gesundheitszentrum zur Scharnhorststraße hin vor. Wenn sich genügend Interessenten finden, könnten hier auf zwei Geschossen Arztpraxen und ergänzende Angebote aus dem Gesundheitssektor entstehen.

 

Werden die Ärzte in ein Gesundheitszentrum umziehen?

Die Sicherstellung der ärztlichen Versorgung liegt der Stadt sehr am Herzen. Selbst tun kann sie dabei wenig. Da gibt es einmal die reglementierenden Vorgaben der Kassenärztlichen Vereinigung, aber auch den Wunsch von jungen Ärzten, lieber angestellt zu arbeiten, als selbst das Risiko einer Praxisgründung auf sich zu nehmen. Hier wird eine gründliche „Markt- und Interessenerkundung“ erforderlich sein. Die Erfahrungen in anderen Kommunen zeigen aber, dass Gesundheitszentren, wie das geplante, solche Wünsche gut erfüllen können und deshalb erfolgreich realisiert werden.

 

Wird bei einer Verwirklichung der „Neuen Mitte“ durch den Vollsortimenter das geplante „Grüne Band“ nicht durchschnitten?

Als „Grünes Band“ wird die fußläufige Verbindung vom Bahnhof in den Kurpark bezeichnet. Über sie wird schon längere Zeit nachgedacht. Auch im Städtebaulichen Rahmenplan ist sie erwähnt. Ihr Verlauf wird an die neuen Planungen anzupassen sein. HBB weiß, wie wichtig dieser Punkt ist, und wird dazu im weiteren Verfahren Vorschläge unterbreiten. Eine Entwurfsskizze von HBB zeigt, wie ein begrünter Weg um den Vollsortimenter herum von der Hindenburg- und in die Scharnhorststraße geführt werden könnte.

 

Sind die Pläne für die „Neue Mitte“ schon in Stein gemeißelt oder können die Bürger sich  noch einbringen?

Mehr als eine Projektskizze gibt es noch nicht. Gerade in dem Moment, in dem die Stadt mit HBB eine Kooperationsvereinbarung abschließen wollte, um mit der Konkretisierung der Planungen zu beginnen, wurde das Bürgerbegehren gestartet. Seitdem gibt es einen Planungsstopp.

Erst wenn beim Bürgerentscheid die Mehrheit mit „NEIN“ stimmt, kann die Arbeit wieder aufgenommen werden. Bei den Gutachten und der Bauleitplanung, die erstellt werden müssen, wird es wie vorgeschrieben eine Beteiligung der Öffentlichkeit geben. Im Laufe dieses Prozesses werden die Planungen sicherlich an der einen oder anderen Stelle abgeändert bzw. verfeinert werden. Ja, es kann durchaus sein, dass das ganze Projekt nicht fortgeführt wird, weil z. B. ein Gutachten zu große Einwendungen macht. In Stein gemeißelt ist also nichts – die Arbeit liegt erst vor Investor und Stadt.