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Die Ortschaften und die "Neue Mitte"

Fragen zur Bedeutung der "Neuen Mitte" für die Ortschaften

 

Kann es mir als Dorfmarker, Mengebosteler, Rieper, Jettebrucher oder Vierder nicht egal sein, was aus der „Neuen Mitte“ wird?

Nein. Denn indirekt betrifft das Projekt auch die Ortschaften. Anliegen der Stadt ist es, alle Ortschaften im Stadtgebiet ihren Gegebenheiten entsprechend gleichrangig zu behandeln und zu entwickeln. Deshalb ist es richtig gewesen, die Thormarcon-Arena zu errichten und Dorferneuerungsprogramme durchzuführen, ohne zu fragen, was die Einwohner der Kernstadt davon haben.

Vorliegende Gutachten wie das Einzelhandelskonzept und der Städtebauliche Rahmenplan haben gezeigt, in welche Richtung die Innenstadt weiterzuentwickeln ist. Mit der „Neuen Mitte“ wird dies aufgegriffen. Es besteht die Chance, Probleme zu lösen und die Wirtschaftskraft Bad Fallingbostels zu steigern. Geld aus dem städtischen Haushalt muss dann nicht zur Schadensbegrenzung aufgewendet werden, sondern steht für andere Vorhaben – auch in den Ortschaften – zur Verfügung.

Betrachten wir uns also als Ganzes. So wie man sich in der Kernstadt über die positive Entwicklung der Ortschaften freut, sollten sich auch die Einwohner der Ortschaften dafür einsetzen, dass es mit der Kernstadt aufwärts geht. Unterm Strich profitieren alle Bad Fallingbosteler davon, gleich wo sie wohnen.

 

Würde ein EDEKA in Bad Fallingbostel nicht dem EDEKA in Dorfmark Konkurrenz machen?

Sicherlich werden einige Kunden, die jetzt in Dorfmark einkaufen, wieder nach Bad Fallingbostel zurückkehren, wenn es hier erneut einen EDEKA gibt. Damit wäre aber nur der Zustand wiederhergestellt, den es zuvor jahrzehntelang gab.

 

Könnte Dorfmark durch den EDEKA seinen Lebensmittelmarkt verlieren?

Ein gut geführter EDEKA-Markt wird in Dorfmark seine Zukunft haben. Die Kaufkraft vor Ort ist ausreichend groß, um sein Überleben zu sichern – selbst wenn es wieder einen größeren EDEKA-Markt in Bad Fallingbostel gibt. Dieses Nebeneinander hat jahrzehntelang gut funktioniert.

 

Macht die „Neue Mitte“ das Einkaufen in der Innenstadt attraktiver?

Auch die Bewohner der Ortschaften profitieren, wenn sich der Branchenmix in der Innenstadt verbessert und neue Angebote hinzukommen. Je größer das Angebot in der Innenstadt wird, um so attraktiver ist es auch für die Menschen aus den Ortschaften.

 

Wie sollen ältere Menschen aus den Ortschaften zum Einkaufen in die Kernstadt kommen?

Dank des Bürgerbusses ist es auch für Menschen ohne Auto möglich, bequem zum Einkaufen in die Kernstadt zu fahren. Und das alles auch noch zu einem äußerst günstigen Preis von je nach Entfernung 2.00 bis 2,50 € je Fahrt. Mitglieder des Bürgerbus-Vereins zahlen sogar nur 1,50 €.

 

Welche Vorteile bietet die „Neue Mitte“ noch den Bewohnern der Ortschaften?

Ein großes Problem ist die Sicherstellung der ärztlichen Versorgung auf dem Lande. Hier werden neue Wege zu beschreiten sein. Ein Gutachter hat belegt, dass ein Gesundheitszentrum Abhilfe schaffen könnte. Die Pläne zur „Neuen Mitte“ sehen die Möglichkeit der Errichtung eines Gesundheitszentrums zur Scharnhorststraße hin vor. Die Stadt würde es sehr begrüßen, wenn genügend Ärzte und Anbieter aus dem Gesundheitssektor Interesse hätten, sich an diesem idealen Standort niederzulassen. Dies Gesundheitszentrum käme nicht nur den Innenstadtbewohnern zu Gute, sondern alle Bad Fallingbosteler würden von ihm profitieren.