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"Alternativplanung"

Fragen zur sogenannten „Alternative“

 

Weshalb sollen die Pläne von HBB umgesetzt werden, wenn es eine Alternative gibt?

Die Aktionsgruppe „Rettet unser Kurhaus“ wirbt auf ihrer Homepage für eine vermeintliche „Alternative“. Sie wird als „maßvoll“ angepriesen. Doch wenn das Wenige, was sich der Homepage entnehmen lässt und bei einer Veranstaltung am 3. Dezember im Kursaal erläutert wurde, auf den Prüfstand gestellt wird, zeigt sich schnell: So lässt sich das nicht umsetzen!

Aus baurechtlicher Sicht ergeben sich eine Reihe von Punkten, die deutlich machen, dass die „Alternative“ keine ist. Was vorgeschlagen wird, kann nicht realisiert werden. Beispielsweise sind 70 Parkplätze viel zu wenig bei einer angestrebten Verkaufsfläche von 1.900 m² für den Supermarkt. Und für die benachbarten Einrichtungen wie Ärztehaus, Bücherei und Tourist-Information müssen auch Parkplätze nachgewiesen werden, um die Baugenehmigung zu erhalten.

Apropos Verkaufsfläche: Wenn wirklich 1.900 m² Verkaufsfläche geschaffen werden sollen, so beträgt nach allen Erfahrungen inklusive Nebenflächen die Bruttogeschossfläche ca. 2.700-2.800 m². Also würde hier doch ein „kleiner“ Koloss entstehen.

 

Was wird aus dem Sebastian-Kneipp-Platz?

Überraschenderweise ist die Aktionsgruppe bereit, einen Teil des Sebastian-Kneipp-Platzes, für den die gleichen Personen vor fünf Jahren eine Unterschriftssammlung gestartet haben, für Parkplätze zu opfern! Da scheinen sich im Laufe der Jahre die Gesichtspunkte der Argumentation der Stadt angenähert zu haben.

 

Wird bei der Alternative nicht viel weniger Fläche versiegelt?

Auch was die Versiegelung von Flächen angeht, ist die „Alternative“ kein derart grundlegend anderer Gegenentwurf zu den Planungen von HBB. Denn die Behauptung auf der Homepage der Aktionsgruppe, mit nur 3.900 m² versiegelter Fläche auskommen zu wollen, während für die HBB-Planungen die Gesamtfläche zwischen Hindenburgstraße und Scharnhorststraße angerechnet wird, stimmt nicht. Zum einen wird die versiegelte Fläche für den Supermarkt größer sein müssen, zum anderen bleibt unerwähnt, dass der gesamte Bereich des Kurhauses und des Parkplatzrondells, die erhalten bleiben sollen, auch zukünftig versiegelt bleiben werden. Berücksichtigt man das, dann relativiert sich der Unterschied zwischen den Planungen von HBB und der „Alternative“.

 

Was sagt die EDEKA zur Alternative?

Mit HBB und EDEKA treten zwei Partner an, die sich für die „Neue Mitte“ entschieden haben und bereit sind, zu investieren oder langfristige Mietverträge abzuschließen. Die Protagonisten der „Alternative“ sprechen aber nur nebulös von rund sechs Bad Fallingbostelern, die in der Lage wären, gemeinsam ein solches Projekt zu realisieren. Namen werden nicht genannt. Selbst wenn es diese Bereitschaft gäbe, bliebe aber noch die Frage, wer den Lebensmittelmarkt betreiben soll. Die EDEKA hat jedenfalls der Stadt und auch der Walsroder Zeitung gegenüber die „Alternative“ in der vorliegenden Form abgelehnt. Dort werde sie sich nicht einmieten. Die EDEKA möchte eine Verkaufsfläche von 2.000 m² anbieten. Wie aber sollen „alternative“ Pläne umgesetzt werden, wenn auch noch der Ankermieter fehlt?